Die digitale Übertragung
Die digitale Übertragung. Sie wird immer wichtiger, da sie immer häufiger genutzt wird - so z.B. für Mobiltelefone oder das Internet. Moderne Kommunikationsnetze nutzen fast immer digitale Signale. So ist es auch bei Rundfunksignalen und ab dem 30. April 2010 werden auch die letzten analogen Satellitensignale eingestellt.
Wie funktioniert die digitale Übertragung?
Kernstück der digitalen Übertragung ist das sog. Digitalsignal, das aus einem Analogsignal gebildet wird. Das Analogsignal wird in der Abbildung durch die graue Kurve im Hintergrund dargestellt. Im Unterscheid zu dem Analogsignal werden bei einem digitalen Signal nur bestimmte, festgelegte Werte angenommen. Diese entsprechen in der Abbildung den waagerechten Linien bzw. den Zahlen von 1-7. An den Stellen, wo sich die Werte sprunghaft verändern, wird eine neue Abtastung des Analogsignals vorgenommen und der Wert des Digitalsignals wird entsprechend angepasst. Wichtig ist, dass der Wert zwischen zwei Abtastungen nicht definiert ist.
Ein solches digitales Signal kann in einen Zahlencode umgesetzt werden, der die entsprechenden Video- und Audioinformationen enthält, die letztendlich auf dem Fernsehgerät dargestellt werden. Dazu müssen die digitalen Signale wieder in analoge Signale wie Schall oder die einzelnen Bildpunkte des Fernsehers übersetzt werden. Dies geschieht mithilfe eines Digital-Analog-Umsetzers.
Vorteile der digitalen Übertragung
Die Umstellung auf digitale Satellitenübertragung ist nicht ohne Grund. Die Digitalsignale brauchen deutlich weniger Kapazität als entsprechende Analogsignale (etwa 10x weniger). Dadurch wird die Übertragung von deutlich mehr Kanälen (meist über 300) in gleichzeitig deutlich besserer Bild- und Tonqualität möglich. Bereits heute können über digitales Fernsehen viele Sender in HD empfangen werden. Die große Übertragungskapazität wird auch für diverse Zusatzdienste des digitalen Fernsehens genutzt wie
- elektronisches Fernsehprogramm (EPG) und
- eine Internetverbindung des Digitalreceivers.
Außerdem sind die digitalen Signale weniger störanfällig als analoge, bei denen auf langen Strecken das Problem des Rauschens auftritt, das für kleine Verzerrungen sorgt. Auch das ist nötig, um eine wirklich gute HD-Qualität zu ermöglichen.
Für die Satellitenbetreiber Astra und Eutelsat hat die Umstellung auf digital den Vorteil, dass sie nicht länger gleichzeitig a) analog, b) digital in Standard-Qualität und c) digital in hochauflösender Qualität ausstrahlen müssen. Dies war der Grund für die Satellitenbetreiber, sich gemeinsam mit den Sendern und Medienanstalten für die nun anstehende Umstellung zu entscheiden.